Ingo Reuter
Ingo Reuter

Erscheint in Kürze:

Die nach einer Comicserie entstandene amerikanische Fernsehserie The Walking Dead zählt zu den momentan erfolgreichsten Fernsehserien der Welt. Der Erfolg der Serie resultiert aus der untergründigen, teilweise aber auch explizit gemachten Thematisierung gesellschaftlicher Krisenphänomene und grundlegender Sinn- und Wertfragen. Das vorliegende Buch versucht sich an einer Analyse der Serie, die diese Fragen an philosophischen und theologischen Grundfragen und Konzepten spiegelt. Gleichzeitig werden Schlüsse auf das Weltgefühl der Zeitgenossen gezogen, denn das postapokalyptische Szenario zeigt sich als Anfrage an gegenwärtiges Denken und Handeln: Welche Hoffnungen, Ängste und Fragen der Menschen heute spiegeln sich in der Serie wider? Und welche ethischen Grundlagen und Sinnkonstruktionen tragen oder versagen in der Welt des 21. Jahrhunderts, in der Tribalismus und Nationalismus wiederkehren, gesellschaftliche Spaltungen sich verschärfen und ganze Staaten zerfallen? Die Serie zeigt sich an vielen Punkten als Brennspiegel heutigen Weltgefühls.

  • Taschenbuch: 200 Seiten
  • Verlag: Königshausen u. Neumann (Ende September 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3826065956
  • ISBN-13: 978-3826065958

Kultur

Adam kratzt sich am Kopf. Was Eva wieder will... Kultur beginnt mit einem Biss. Kultur ohne Biss kann eigentlich keiner gebrauchen. Kultur ist alles jenseits der animalisch-infantilen Paradiesprojektion. Auch wenn diese auch Kulturerzeugnis ist.

Unterricht

Ein Mönch am Meer. Blick in`s Unendliche. Schleiermacher lässt grüßen. Thema des Religionsunterrichtes ist - zu oft nur untergründig - die Unendlichkeitsdimension des Daseins. Die Fraglichkeit, die Unabgeschlossenheit der Welt. Also keine Werteorientierung. Wenn schon Werte, dann Diskussion, Grenzen finden. 

Vielleicht steht der Mönch auf dem Tableau aber auch vor der grauen Tafel, tabula rasa dessen, was im Unterricht zu erwarten ist. Vom Thema und von den Schülern. Planung nur als vorerst. Unendliche Möglichkeit der Inhalte und ihrer Verknüpfung. Kompetenter müssten sie mir sein, die Kompetenzorientierten.  Religionsunterricht ist ein Spiel um Regeln.

Hermeneutik

Hermeneutik ist die Kunst des Verstehens. Bis in's Letzte lässt sich nichts verstehen. Alles bleibt immer fraglich. Aber man kann sich annähern. Das Andere dabei möglichst vorurteilsfrei wahrzunehmen, bleibt Anforderung, Wunsch und doch auch Unmöglichkeit. Deswegen braucht jede Phänomenologie die Hermeneutik. Und eine Hermeneutik wird möglichst sensibel mit den Phänomenen umgehen. Auch wenn sie weiß, dass sich nichts objektiv erfassen lässt.

Spiegelungen

Spiegelungen dienen der Selbstwahrnehmung. Wer in den Spiegel sieht, reflektiert sich selbst. Aber der Spiegel tut noch mehr: Er zeigt mich in der Welt die mich umgibt. Wer also das Spiegelbild als Bild des eigenen Selbst im Raum wahrnimmt, der sieht sich selbst als Objekt im Raum, so, wie er anderen auch erscheint. Ein kluger Gebrauch des Spiegels dient nicht dem Narzissmus, sondern der Selbstrelativierung.

 

 

Kontakt

Rufen Sie einfach an unter

 

02162 6718003 02162 6718003

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.