Ingo Reuter
Ingo Reuter

Aktuelle Publikationen:

Ansteckung

Eine der größten Ängste in der Gegenwart ist die vor der Ansteckung. Die durch Infektion ausgelöste Krankheit ist manchmal eine gesundheitliche Gefahr, zumeist aber eine soziale und oft beides. Und in vielen Fällen geht die soziale Ansteckung der physischen Krankheit voraus. Symbol der unsichtbaren Bedrohung ist – nicht erst seit Corona – das Virus. Sein exponentielles Wachstum und seine ungehemmte Ausbreitung erweisen sich als überraschend und beängstigend. Die Kontaktangst steigt, Abgrenzungen erfolgen. Das Virus infiziert die Einheimischen, und die Fremden werden zu viralen Eindringlingen erklärt. Sündenböcke werden gesucht, um das Unerklärliche geistig handhabbar zu machen. Aber positive Ansteckung durch Berührt-Werden (im doppelten Wortsinn) ist lebensnotwendig. Auch frohe Botschaften verbreiten sich viral. Nur wer Fremdes aufnehmen kann, kann leben.

 

ISBN: 978-3-8260-7240-6
Erscheinungsjahr: 2020
Seitenanzahl: 144
Sprache: deutsch

Weltuntergänge

Ein Essay über die Erzählungen vom Weltuntergang und ihren Sinn. Von den alten Sintflutgeschichten bis zu den Katastrophenfilmen heute. 

 

Reclam

Erscheinungsjahr: 2020

93 Seiten

Sprache: deutsch

Kultur

Adam kratzt sich am Kopf. Was Eva wieder will... Kultur beginnt mit einem Biss. Kultur ohne Biss kann eigentlich keiner gebrauchen. Kultur ist alles jenseits der animalisch-infantilen Paradiesprojektion. Auch wenn diese auch Kulturerzeugnis ist.

Unterricht

Ein Mönch am Meer. Blick in`s Unendliche. Schleiermacher lässt grüßen. Thema des Religionsunterrichtes ist - zu oft nur untergründig - die Unendlichkeitsdimension des Daseins. Die Fraglichkeit, die Unabgeschlossenheit der Welt. Also keine Werteorientierung. Wenn schon Werte, dann Diskussion, Grenzen finden. 

Vielleicht steht der Mönch auf dem Tableau aber auch vor der grauen Tafel, tabula rasa dessen, was im Unterricht zu erwarten ist. Vom Thema und von den Schülern. Planung nur als vorerst. Unendliche Möglichkeit der Inhalte und ihrer Verknüpfung. Kompetenter müssten sie mir sein, die Kompetenzorientierten.  Religionsunterricht ist ein Spiel um Regeln.

Hermeneutik

Hermeneutik ist die Kunst des Verstehens. Bis in's Letzte lässt sich nichts verstehen. Alles bleibt immer fraglich. Aber man kann sich annähern. Das Andere dabei möglichst vorurteilsfrei wahrzunehmen, bleibt Anforderung, Wunsch und doch auch Unmöglichkeit. Deswegen braucht jede Phänomenologie die Hermeneutik. Und eine Hermeneutik wird möglichst sensibel mit den Phänomenen umgehen. Auch wenn sie weiß, dass sich nichts objektiv erfassen lässt.

Spiegelungen

Spiegelungen dienen der Selbstwahrnehmung. Wer in den Spiegel sieht, reflektiert sich selbst. Aber der Spiegel tut noch mehr: Er zeigt mich in der Welt die mich umgibt. Wer also das Spiegelbild als Bild des eigenen Selbst im Raum wahrnimmt, der sieht sich selbst als Objekt im Raum, so, wie er anderen auch erscheint. Ein kluger Gebrauch des Spiegels dient nicht dem Narzissmus, sondern der Selbstrelativierung.

 

 

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